Blick ins Werk

Was passiert eigentlich in einem ICE-Werk? Kommen Sie mit, wir zeigen Ihnen unser ICE-Werk.

Mit der Maus durch das Werk

Klicken Sie die Werksbereiche an und erfahren Sie mehr.

Wozu braucht es ICE-Werke?

Die Deutsche Bahn will ihren Beitrag sowohl zum Klimaschutz und dem wachsenden Verkehrsaufkommen leisten. Hierfür wurde die Strategie “Starke Schiene” ins Leben gerufen. Ziel ist eine deutliche Verlagerung des Verkehrs auf die klimafreundliche Schiene.

Neben der Investition in den Ausbau der Gleisinfrastruktur, wird auch die Fahrzeugflotte im Personenverkehr anwachsen. Ein Baustein der Starken Schiene ist die Verdoppelung der ICE-Flotte von rund 300 auf 600 Fahrzeuge.

Damit unsere Züge täglich sicher und zuverlässig ihren Dienst verrichten können, um bis 400.000 Personen pro Tag durch Deutschland zu befördern, brauchen wir Instandhaltungswerke. Hier werden unsere Züge auf Herz und Nieren geprüft, gewartet und bei Bedarf auch repariert. Ein sicherer Betrieb steht an oberster Stelle. Und natürlich werden sie hier auch gereinigt, bevor sie wieder auf Strecke gelassen werden, um ihre nächsten Reisen anzutreten.

Mit dem Zuwachs der ICE-Flotte stoßen unsere Bestandswerke an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb benötigen wir weitere ICE-Werke.

Warum soll am Dortmunder Hafen ein neues ICE-Werk entstehen?

Dortmund ist ein zentraler Bahnknotenpunkt im Ruhrgebiet. Bereits heute beginnen und enden viele Fernverkehrszüge hier. Diese wird sich durch den sogenannten “Deutschlandtakt” künftig noch verstärken.

An der Westfaliastraße - mitten im Industriegebiet des Dortmunder Hafens – befindet sich der ehemalige Güterbahnhof. Seit 2007 ist das Gelände nicht mehr in Benutzung jedoch noch immer im Besitz der DB. Auf dieser Fläche werden wir bis 2027 unser neues ICE-Werk bauen.

Hinzu kommt, dass der Standort nicht weit weg vom Dortmunder Hauptbahnhof ist und somit ideal für uns gelegen ist.

Wer profitiert vom neuen Werk?

Durch das neue Werk können wir die Verfügbarkeit und Bereitstellungsqualität unserer Fahrzeuge verbessern. Dies spüren in erster Linie Sie, unsere Fahrgäste.

Aber auch für die Region stellt das neue Werk eine wirtschaftliche Verbesserung dar: denn durch den Bau des neuen ICE-Werkes schaffen wir bis zu 500 neue Arbeitsplätze für Ingenieur:innen, Elektroniker:innen, Mechatroniker:innen, Schlosser:innen und viele mehr.

Was passiert mit dem bestehenden Werk?

Das bestehende Werk Dortmund-Spähenfelde wird auch weiterhin in vollem Umfang benötigt. Perspektivisch werden sich die Werke sogar ergänzen: während die “kurzen” Fernverkehrszüge, wie z.B. der Intercity 2 nach Dortmund-Spähenfelde kommen, werden in Dortmund-Hafen vor allem die “langen” Züge wie der ICE 3 (Doppeltraktion) und der ICE 4 empfangen.

Ein sehr großer Vorteil ist, dass wir durch das Bestandswerk Dortmund-Spähenfelde bereits heute auf das Know-How der Mitarbeitenden zurückgreifen können. Für betriebliche Fragestellungen, die bei der Planung des neuen Werks berücksichtigt werden müssen, stehen sie uns schon heute mit Rat und Tat zur Seite.

Die vielen neuen Mitarbeitenden werden parallel für den künftigen Betrieb im ICE-Werk Dortmund-Hafen ausgebildet. So stellen wir sicher, dass wir nach Abschluss der Baumaßnahmen sofort schlagkräftig mit dem Betrieb starten können.

 
4

Hallengleise

17

Züge pro Tag

400

Meter lange Züge

400

Mio. Euro Investition

100

Prozent CO₂-neutral

500

Mitarbeitende

Der Weg zur Baugenehmigung

Foto: DB AG/Marion Fink

Damit das neue ICE-Werk am Dortmunder Hafen auch gebaut werden kann, muss es zuvor anhand von Zeichnungen und Berechnungen geplant werden.

Zeitgleich benötigen wir viele Informationen zu dem Gelände. Hierzu zählen beispielsweise die Baugrunderkundungen, die Untersuchungen auf Kampfmittel und Altlasten. Diese Erkundungen werden aktuell auf dem Gelände durchgeführt und die Ergebnisse in der Planung berücksichtigt.

Diesen Plan reichen wir beim Eisenbahn-Bundesamt – kurz EBA – ein. Das EBA ist für uns die zu genehmigende Behörde. Das EBA stellt sicher, dass alle rechtlichen Vorgaben erfüllt und alle öffentlichen und privaten Belange berücksichtigt wurden. Außerdem wird unsere Planung für Sie als Bürger:innen zur Einsicht bei der Stadt Dortmund ausgelegt. So können Sie sich über unser Vorhaben informieren und auch Einwende zu den Plänen abgeben.

Das sogenannte Planfeststellungsverfahren ist ein förmliches Verwaltungsverfahren. Der Planfeststellungsbeschluss entspricht demnach einer Baugenehmigung. Für das Planfeststellungsverfahren unseres Projekts ist der Zeitraum von 2022 bis 2024 vorgesehen, wobei die letztendliche Dauer stark von Verfahren zu Verfahren variieren kann.

In dieser Phase sind wir aber alles andere als untätig. Während wir auf die Genehmigung warten, wird die Planung weiter und weiter vertieft und immer detaillierter ausgearbeitet und die Unterlagen, welche für die Beschaffung der Bauleistungen notwendig sind, erarbeitet. Dadurch stellen wir sicher, dass wir schnellstmöglich nach dem Erhalt des Planfeststellungsbeschluss mit den Baumaßnahmen starten können.

Häufig gestellte Fragen

Hier können Sie Fragen an unser Projektteam stellen. Ihre Fragen beantworten wir per Mail. Häufig gestellte Fragen und Antworten veröffentlichen wir zudem direkt auf dieser Seite.

Wie wird in der Werkshalle gearbeitet?

Beispielfrage

Die Werkshalle ist das Herzstück unseres ICE-Werks. Hier erfolgen Wartung, Instandhaltung und Reparaturen am Zug. Dazu wird auf vier Ebenen parallel an einem Zug gearbeitet – mit bis zu 40 Mitarbeitenden gleichzeitig. Während auf dem Dach der Stromabnehmer kontrolliert wird, repariert im Inneren jemand eine Tür, neben dem Zug wird ein Radsatz gewechselt und unter dem Zug die Bremsbeläge getauscht. Nur durch diese enorme Arbeitsdichte sind überhaupt alle Arbeiten in den kurzen Zeitfenstern zu schaffen.

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